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Ottobrunn Nähe München

Erdenweg

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Trommeln, in der Form oder der Verschnürungen und Befestigungen der Haut auf dem Rahmen.

Mit Holzdübeln, Baumwollschnüre, Hanf, Lederbändern oder auch Kunststoffschnüre.

 

Das ist nur eine handwerkliche Beschreibung zum Bau einer Trommel.   

 

 

 

 

Marcus

28.03.2011

 

Trommelbau

Die Rahmentrommel

 

Beim Trommelbau hat jeder seine eigene Methode und Philosophie. Ich beschreibe hier die Methode, die ich meist anwende.

 

Material:

Holz

Leim

Rohhaut

Schnur

Der Rahmen:

 

Der Durchmesser der Trommel ist Geschmackssache und abhängig von der Größe der Rohhaut die ich zur Verfügung habe. Die Tiefe ist bei mir meist um die 8cm, damit ich beim Festhalten der Trommel nicht mit den Fingern an die Haut stoße.

Die Dicke des Holzes ist abhängig von dem Durchmesser, zu dünnes Holz hält die Spannung nicht aus und bricht.

 

Zuerst schneide ich aus dem Holzbrett lange Leisten, die Breite entspricht später der Tiefe der Trommel. In meinem Fall 8cm.

 

Die Länge der Leiste errechne ich:

Der Umfang der Trommel errechnet sich Durchmesser * 3,14  

Durchmesser 40 cm * 3,14 =  125,60cm

Diese Leiste schneide ich dann in gleichmäßige Stücke, die zusammengesetzt ein Vieleck ergeben. Bei einer 12-eckigen Trommel (Umfang/12) ergibt jede Seite 10,46cm, aufgerundet 11cm.

Aber dabei muss man die Enden auf Gehrung schneiden. Bei 360 Grad und 12 Teilen werden es 15 Grad Gehrung bei jedem Schnitt.

 

Jetzt haben wir die Einzelteile für den Rahmen geschnitten.

 

Diese müssen jetzt miteinander verleimt werden, damit ich den Korpus erhalte. Damit die Verleimung stabil wird, lege ich einen Spanngurt herum und ziehe diesen fest an, um Druck auf die Leimung aus zu üben.

 

Jetzt muss der Rahmen trocknen.

Wem der Aufwand zu hoch ist, kann sich auch einen fertigen Buchenholzrahmen kaufen.

 

Wenn der Rahmen getrocknet ist, müssen die Kanten abgerundet werden, damit die Haut während dem Aufziehen und Spannen nicht beschädigt wird

Danach schleife ich den Rahmen mit einem Schmirgelpapier glatt.

 

 

Die Haut:

 

Es wird zum Bespannen der Trommel eine Rohhaut benutzt, diese kann eine Hirsch, Ziege, Kalb, oder eine andere Haut sein.

Die Eigenschaften der Häute sind unterschiedlich in der Dicke, Struktur und letztendlich auch im Klang der Trommel. Eine Ziegenhaut ist meist recht dünn und klingt weicher als eine Kalbshaut, die recht hart klingen kann.

 

Die Haut schneide ich so zurecht, das sie um die Trommel herumreicht und noch einige Zentimeter überstand hat.

 

Durchmesser + 2*Tiefe der Trommel + 2*Dicke des Holzes.

 

Danach stanze oder bohre ich am Rand entlang die Löcher für die Schnur zum Spannen der Haut.

Die Haut lege ich dann einige Stunden in Wasser ein, so lange bis sie weich und flexibel ist.

Wenn sie sich verarbeiten lässt, lege ich sie auf den Boden, die Trommel obenauf und fange an die Haut mit der Verschnürung zu spannen, bis das Leder stramm sitzt und keine Falten mehr wirft.

 

Jetzt muss sie nur noch trocknen und ist spielbar.