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Ottobrunn Nähe München

Erdenweg

Sie sind auch die 16 Großen Mysterien (Lakota) oder die Symbole des Sterbens und Werden im ewigen Kreislauf.

Mit den Stäben wird auch die Schöpfung der Welt beschrieben. Zuerst wurde die Sonne erschaffen und durch Bewegung entstand die Erde, die heiße Lava wurde zu Fels. Die Geschichte der Entstehung setzt sich an jedem Stab fort.

Wenn ich das Thema ausführlich behandeln wollte, wäre damit ein Buch gefüllt.

 

 

Der erste Stab, Vater Sonne (Wi).
Die Sonne ist männlich, daher Vater Sonne. Als Kraft für das Wachstum, die männliche Energie und die Zeugung steht sie am Anfang der Entstehungsgeschichte.

Vater Sonne ist ebenso wie die Mutter Erde zwei Mal bei diesem Ritual vertreten: als Feuerstelle in der die Steine erhitzt werden und erster Stab.

 

Der zweite Stab, die Bewegung (Skan).
Ohne die Kraft der Bewegung entsteht nichts. Bewegung ist ein Teil des Schöpfungsprozesses, Bewegungslosigkeit macht krank, sowohl körperlich als auch seelisch. Eine Beziehung oder eine Firma in der sich nichts bewegt, ist bald am Ende.

 

Der dritte Stab, Mutter Erde (Maka).
Mutter Erde ernährt uns mit Pflanzen Tieren und Wasser. Sie sorgt für uns wie eine Mutter, damit wir leben und wachsen können.

Durch Vater Sonne erleben wir jedes Jahr eine neue Befruchtung, damit zum Beispiel im Frühling wieder Neues geboren wird.

Die Schwitzhütte stellt den Bauch von Mutter Erde dar, in dem wir sitzen um danach neu geboren zu werden.

 

Der vierte Stab, der Fels (Inyan).
Aus dem Fels sind die Großväter Steine, die in der Schwitzhütte für uns durch das Feuer gehen. Die Steine zählen somit zu den Ältesten der Natur, sind Lehrer und voller Weisheit.

Durch das Wasser beim Aufgießen spüren wir den Atem der Großväter, der uns bei der Zeremonie unterstützt.


Der fünfte Stab, der Mond (Hanwi).
Großmutter Mond steuert Ebbe und Flut. Wenn Frauen ihre Menstruation haben sind sie in ihrer Mondzeit, für diese Zeit gibt es auch eine Mondhütte für die Frauen.

Die Großmutter begleitet uns in Zeiten wie Geburt, Pubertät, Herzensangelegenheiten und die Wölfe singen für sie.
Viele Dinge wie die Fruchtbarkeit richten sich nach dem Mondkalender.
 
Der sechste Stab, der Wind (Tate).
Der Wind weht Wolken herbei oder auch wieder hinweg, er transportiert Samen, Stimmen und Lieder. Er weht die vertrockneten Blätter von den Bäumen und sorgt für die Fruchtbarkeit der Pflanzen.
 

Der siebte Stab, Die Harmonie (Wohpe).

Die Balance und Ausgewogenheit der Existenz. Die Harmonie zwischen den Polen das Yin und Yang
 

Der achte Stab, der Donnervogel (Wakinyan).
Der Donnervogel bringt Bewegung in alte Strukturen. Mit Blitz und Donner sorgt er für Unwetter und Zerstörung, er ist das Sterben und auch genauso das Neue werden.

 

Der neunte Stab, der Büffel (Tatanka).
Der Büffel war für die Indianer die wichtigste Nahrungsquelle. Es wurde nichts verschwendet sondern alles genutzt für Tipihäute, Schwitzhütte, Kleidung, Werkzeuge und natürlich als wichtigste Nahrungsquelle. Er verkörpert die Kraft und Energie alles Lebendigem.
Daher ist es nicht verwunderlich das ihm ein Stab geweiht ist.
 

Der zehnte Stab, der Bär (Tob Tob).
Der Bär lebt mit den Jahreszeiten. Im Winter zieht er sich, wie auch die Natur, zurück. Im Frühjahr kommt er wieder aus seiner Höhle.

Er ist nach dem Büffel die zweite Lebensform, die in der Schwitzhütte zu finden ist.

Der Bär oder die Bärenmedizin steht für die Heilung oder dem ersten Heiler.

 

Der elfte Stab, die Himmelsrichtungen (Wani).
Die Himmelsrichtungen, schon immer auf dieser Welt von großer Wichtigkeit, sie dienen der Orientierung, man kann den Lauf der Sonne beschreiben.

Die Himmelsrichtungen haben kein Ende, oder hat schon jemand das Ende vom Süden erreicht? Sie beschreiben also auch einen Raum ohne Grenzen.

 

Der zwölfte Stab, die Spirale (Yumni Wi).

Viele Beschreibungen führen auf die Symbolik der Spirale zurück, die des Lebens von der Geburt bis zum Tod. Ebenso die Tiefen des Lebens werden als Leidensspirale benannt.

In uralten Wandmalereien findet man das Symbol der Spirale.

Wenn man in der Dunkelheit Den Glühenden Zopf von Süßgras wirbelt entsteht eine Spirale eine Reihe aufeinander folgender Kreise.

 

Der dreizehnte Stab, der Atem (Niya).
Ohne dem Atem gibt es kein Leben auf dieser Welt, Der Atem lässt uns Leben.
Er ist reine Lebensenergie, er beginnt mit dem ersten Schrei eines Neugeborenen und endet mit dem letzten Atemzug vor dem Tode.
 

Der vierzehnte Stab, der Geist (Nagi).
Mit Geist ist an dieser Stelle eher ein Begriff für die Anderswelt gemeint. Er steht für die Krafttiere und Spirits die uns begleiten, für die Ahnen, die vor uns waren und in deren Reihe wir irgendwann stehen.

 

Der fünfzehnte Stab, das Bewusstsein (Sicun).
Das Bewusstsein - du bist dir deines Lebens bewusst, oder das bewusste Wahrnehmen der anderen und allem anderen.

Bewusst Leben und spüren und miteinander verbinden, mit allem verbunden sein.

Der Geist, der Verstand und das Gefühl, all das trifft sich im Bewusstsein.
Die geistige Verbindung mit der Welt.

 

Der sechzehnte Stab, Die Seele (Nagila).
Was wäre die Welt, wenn nichts beseelt ist.

Die Seele ist der Grundstock des Seins und des Göttlichem im Leben, das Unsterbliche.

 

Marcus

11.03.2011
 

Die 16 Stäbe und ihre Qualitäten

 

Die Stäbe sind unterteilt in:

 

Die höheren Geister

Sonne (Wi), Bewegung (Skan),  Erde (Maka), Fels (Inyan)

 

Die Verbündeten Geister

Mond (Hanwi), Wind (Tate), Harmonie (Whope), Donnervogel  (Wakinyan)

 

Die Untergeordneten Geister

Bison (Tatanka), Bär (Tob Tob), Vier Himmelsrichtungen (Wani), Spirale (Yumni Wi)

 

Die Niederen Geister

Atem (Niya), Geist (Nagi), Bewusstsein (Sicun), Seele (Nagila)