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Ottobrunn Nähe München

Erdenweg

Die schamanische Reise

 

 

Es gibt keine klare allgemeingültige Definition zur schamanischen Reise, deshalb eine kurze Einführung, wie wir sie beschreiben.

 

Die nahe Verwandtschaft zu Tagträumen und Schlafträumen unterscheiden wir so: im Tagtraum kann ich als Träumender alles verändern, im Schlaf kann ich keinen Einfluss nehmen – in der schamanischen Reise kann ich nur mein eigenes Verhalten bestimmen. Dieser Zustand wird auch oft als Trance bezeichnet. Wie tief man in die Trance fällt hat für das Ergebnis der Reise keine Bewandtnis – für die individuelle Wahrnehmung allerdings schon. Je tiefer desto intensiver erscheint die Reise.

 

Wenn wir die Möglichkeiten haben, bereiten wir uns mit einem Ritual auf die Reise vor. Wir zünden eine Kerze an, räuchern den Raum, laden Hilfsgeister ein und nutzen eine Trommel als unser „Reittier“. Zumeist überlegen wir uns bereits vor dem Beginn und während des Rituals ein möglichst genau definiertes Thema für die Reise. Je genauer das Thema formuliert ist, desto besser die Ergebnisse – das ist unsere Erfahrung. Zur Reise sitzen wir entspannt oder legen uns hin, Arme und Beine symmetrisch auf beiden Seiten des Körpers und sorgen für ausreichend Wärme damit wir die nächste halbe Stunde nicht frieren. wir atmen einige Male tief und ruhig ein und aus und lassen unsere Gedankenwelt zur Ruhe kommen. Sobald die Trommel beginnt einen relativ schnellen gleichmassigen Rhythmus zu schlagen, begeben wir uns durch unser Tor in die Anderswelt, gehen, rutschen, kriechen hindurch und schauen uns erst mal um. Mit dem vorher festgelegten Thema setzen wir uns dann mit uns, unseren Krafttieren, Helfern auseinander. Oft ergeben sich dann weitere Themen und Handlungen. Als Rückholsignal verwenden wir einen Rhythmuswechsel der Trommel. Dann gehen wir den Weg den wir zurückgelegt haben während der Reise wieder zurück und gehen durch das Tor in unsere Welt. Dies ist wichtig, um nicht aus Versehen einen Teil von uns zurück zu lassen. Zumeist verwenden wir einen Redestab um über das Erlebte zu reflektieren und oft gibt es noch eine kleine Hilfestellung von anderen. Wir bedanken uns bei den Hilfsgeistern, löschen die Kerzen und beenden das Ritual.

 

Ein solches Ritual ist allerdings keine Voraussetzung - wir sind auch in der Lage in der U-Bahn eine kurze Reise einzuschieben. Es kommt auch vor, dass ein dringender Ruf der Krafttiere uns beim Einkaufen oder in der Arbeit ‚überfällt‘. Wir gehen diesem Ruf so schnell wie möglich nach.

 

Besonders wichtig ist uns, auf die Knigge-Höflichkeitsregeln zu verweisen! Sei höflich und freundlich zu allen, denen du in einer Reise begegnest. Bringe ein Gastgeschenk mit und bedanke dich für geleistete Hilfe. Solltest du dich einmal verteidigen müssen, verhalte dich wie ein mittelalterlicher Ritter und achte dein gegenüber. Pflege das Verhältnis mit deinen Krafttieren, damit sie erkennen und gerne helfen, wenn du ein Problem hast. Denke immer daran: du bist Gast in der Anderswelt und zumeist ist dein Gegenüber deutlich stärker und erfahrener als du!

 

Eine Einstiegsschwierigkeit in die Reise die auch erfahrene Personen haben können, ist fehlende Konzentration um die Gedankenmühle in unserem Kopf zur Ruhe zu bringen. Vor allem in einer Zeit großer Anspannung kann das ein großes Problem sein. Wir haben mit Kerzenmeditation, autogenem Training, in der Natur bewegen, einen Bach betrachten oder Wellen beobachten gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist, sich diese Zeit wirklich zu gönnen um eine Auszeit zu nehmen.

 

Grundsätzlich ist jeder in der Lage eine Schamanische Reise zu erleben.

 

Manchmal kann es allerdings Probleme geben und um diese zu besprechen und wenn möglich zu beheben, empfehlen wir die ersten Versuche zusammen mit erfahrenen, dir sympathischen Personen zu unternehmen. Manchmal kann die Lösung ganz einfach sein, bis zu ernsthafteren Problemen wie blockierende Medikamente, psychische Probleme, Seelenverluste, Karma, mentale Blockaden. Oft kann recht schnell eine Lösung gefunden werden, manchmal sind Heilreisen nötig und sehr selten gibt es erst mal keinen Erfolg.

 

Reisethemen:

Kraftplatz finden und pflegen, neue Plätze kennenlernen, Ortsgeister besuchen, Krafttiere pflegen etc...

09.03.2011