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Ottobrunn Nähe München

Erdenweg

Vielleicht ist dir an einem Lagerfeuer schon mal aufgefallen, dass verschiedene Hölzer auch anders riechen – manche sehr gut, einige eher unangenehm.  Viele Hölzer riechen schon frisch geschnitten sehr intensiv.  Gleiches gilt für Gräser, Kräuter, Harze, Büsche und Sträucher. So ist es für mich leicht vorstellbar wie bereits die ersten Menschen, die mit Feuer umgehen konnten, gezielt diesen Effekt eingesetzt haben.

 

Aus allen Teilen der Welt sind Räuchertraditionen bildlich oder schriftlich überliefert. Ob aus Ägypten, China, Australien, Amerika oder Deutschland – die Grundstoffe sind sich oft sehr ähnlich. Überall wurden und werden vorrangig Harze und Kräuter verwendet, dazu kommen regional verfügbare Stoffe wie Gräser, Hölzer oder Mineralien. Manche Räucherstoffe wurden bereits vor Jahrtausenden über Hunderte von Kilometern als gefragte Handelsware transportiert.

 

Räuchern wird bis heute zur Aromatisierung der Raumluft genutzt, als medizinische Anwendung oder im Rahmen eines religiösen Rituals.

Zur Aromatisierung der Raumluft werden bereits fertig gemischte Rauchwaren angeboten, geeignet für Aromalampen mit Teelichtern und einem Siebaufsatz. Auch Räucherstäbchen eignen sich hervorragend.

 

Medizinisch wirksam sind einige Räucherstoffe als antiseptisch nachgewiesen und werden teilweise auch heute bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt oder zur aromatischen Desinfektion der Luft bei Menschenversammlungen in großen öffentlich zugänglichen Räumen (Weihrauch in der Kirche).

 

Im Rahmen eines Rituals können die Rauchstoffe direkt verbrannt werden, als Räucherstäbchen, in einem Bündel verglimmend oder auf einer Räucherkohle geräuchert werden. Oft wird der Rauch aktiv durch den Raum getragen, geschwenkt oder mit geeigneten Wedeln auf und um Gegenstände oder Menschen gefächert.

 

 

 

Verschiedenes Räucherwerk:

Nachstehende Beschreibungen geben ausschliesslich meine Erfahrungen wieder und erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

 

Beifuß als Bündel getrocknet verkörpert die männliche Kraft der Sonne. Er öffnet den rituellen Raum, macht aufmerksam und ich lade die Orts- und Hilfsgeister damit ein.

 

Lavendel getrocknete Blüten verwende ich als stimmungsaufhellende Aromatisierung von Wohnräumen. Zweige gebündelt, oder Nadeln auf Räucherkohle verwende ich oft bei Trommelkreisen, sie erzeugen eine freundliche Grundstimmung und Harmonisierung der Energien der Anwesenden und ihrer Geister.

 

Mariengras oder Süßgras als Zopf gebunden verkörpert für mich die weibliche Kraft. Mit dem glühenden Zopf im Kreis gewirbelt lade ich alle Wesenheiten ein, des Ortes, der Anwesenden, Hilfsgeister und auch die Wesenheiten, die zu den individuellen Problemen der Teilnehmer des Rituals beitragen.

 

Palo Santo ‚Heiliges Holz‘ aus Südamerika, sehr erdende Energie, hilft in die schamanische Reise einzusteigen und konzentriert in der Trance zu bleiben.

 

Salbei einheimischer Salbei, als Bündel getrocknet verwende ich zum Abräuchern von Personen im Rahmen eines Rituals. Er schafft eine klare Atmosphäre und ich lade mit diesem Rauchopfer uns unterstützende Wesenheiten ein. Fast immer verwende ich ihn nach dem Gebrauch von Süßgras zur Reinigung von negativen Energien.

 

Weihrauch Harz des Weihrauchbaumes, kommt natürlich in Afrika, Arabien und Indien vor.  Für mich ein Rauchwerk mit hoher Bedeutung, dass ich nur in großen Ritualen wie Sonnen- und Mondfesten und Heilreisen für Mandanten verwende. Es hilft mir Klarheit im Raum und in der Reise zu schaffen, Ruhe in Räume und Wesenheiten zu bringen und hilft krankmachende Einflüsse zu verabschieden und fernzuhalten.

 

White Sage das bekannteste Rauchwerk der Indianer Nordamerikas, ist mit unserem einheimischen  Beifuß verwandt und ist eine sonnentankende Wüstenpflanze. Er verkörpert die männliche Kraft und ich verwende ihn für starke Rituale wie Sonnenfeste, oder wenn besonders viel Wi benötigt wird.

 

Barbara

07.03.2011

Räucherwerk