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Ottobrunn Nähe München

Erdenweg

Unsere tägliche Maske

gebe uns heute

Jeden morgen, neben Zähneputzen, anziehen, frühstücken, setzen wir auch unsere Masken auf. Wir sind schon so daran gewöhnt – viele bemerken dieses Ritual bereits nicht mehr. Verschiedene Masken für die verschiedenen Situationen die wir in unserem täglichen Leben erleben, wie Beruf, Familie, Freizeit, Hobby, Geburt, Beerdigung, beim einkaufen, weggehen usw. Wir versuchen mit diesen Masken den Erwartungen der Gesellschaft und der Einzelpersonen mit denen wir umgehen zu entsprechen.

 

Zusaetzlich verstecken wir unser Wesen, unsere Eigenheiten, die individuellen Gedanken, Gefühle und Emotionen hinter diesen Masken – mit der Hoffnung diese werden nie durchschaut oder hinterfragt: denn das könnte uns in Gefahr bringen! Sollten nicht angepasste Eigenschaften zu Tage kommen und wir dadurch zu Außenseitern werden, geraten wir in Gefahr aus dieser Gemeinschaft ausgestoßen zu werden – das ist unsere größte Angst als zutiefst soziale Lebewesen. Vor allem in Zeiten großer Unsicherheiten und sozialer und materieller Notstände ist die Abhängigkeit vom wohlmeinenden „Nächsten“ besonders groß. Dann sind wir auch besonders unwillig, über unsere Masken auch nur nachzudenken. Damit begeben wir uns jedoch in die Abhängigkeit. Und Abhängigkeit erzeugt Wut, Schmerz, Leid und zusätzliche Angst, die wir auf unseren Nächsten projizieren.

Aus diesem Kreis auszusteigen benötigt Mut und Vertrauen zu sich selbst – denn wir haben ja keine Erfahrung, wie unsere Umwelt auf diese Veränderung reagiert. Der Gewinn steht zuerst ausschliesslich uns selbst zur Verfügung:  Unabhängigkeit. Sicherlich werden wir auf Widerstände stossen – nie werden wir jeden zufrieden stellen können.

 

Unser wichtigster Nächster sind wir selbst den es gilt zufrieden zu stellen!

 

Barbara, 22.03.2011